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Polen schmeckt gut – eine kulinarische Reise in den Osten

 

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Polen schmeckt gut – eine kulinarische Reise in den Osten

Dieser Artikel beinhaltet Werbung.

Das war die Überschrift einer kleinen Reise kurz vor Weihnachten letzten Jahres. Ich war neben einigen anderen zu einer kulinarischen Rundreise durch Polen eingeladen worden. Obwohl wir Nachbarn sind, wusste ich nicht allzu viel über den kulinarischen Hintergrund des Landes. Also machte ich mich auf den Weg nach Warschau, um herauszufinden, was auf den Tellern und in den Gläsern der Polen zu finden ist. Vor der Reise habe ich beschlossen, keine Nachforschungen anzustellen, sodass ich ganz ohne Erwartungen und mit freiem Geist unterwegs war. Für mich war das der beste Weg, um alles aus der Perspektive unserer Gastgeber erleben zu können.

Ein Rezept, das ich im Nachgang zu dieser Reise kreiert habe, findet ihr hier!

Łódź

Nach einem Abendessen zum Kennenlernen unserer Gastgeber und den Mitreisenden, machten wir uns auf, um nach Łódź zu fahren. Im Baccaro Studio bekamen wir von Malgorzata Pindych eine erste Einführung in die regionale Küche Polens. Als wir in einer kleinen Gasse aus dem Bus stiegen, gingen wir durch einen kleinen Gang, und gelangten auf einen typischen Industriehof, wie man ihn auch aus Berlin kennt. Die alten Fabrikgebäude sind alle wieder zu neuem Leben erweckt, mit Kunst, Gastronomie, Wohnungen oder in unserem Fall: einem Kochstudio.

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Polnischen Küche

Das Studio wirkte auf mich sehr einladend und es fühlte sich gut an, so entspannt in die polnische Küche einzutauchen, anstatt mit einer trockenen Präsentation. Malgorzata wollte uns ihre Art zeigen, wie sie eine Zero Waste Küche mit traditionellen Einflüssen zelebriert. Eine Sache, die mir auffiel, war die Einfachheit der Zutaten, sogar einige „Reste“ wurden auf dem Tisch präsentiert. Kartoffeln, Matjes, Ente, Äpfel und Mehl, um nur ein paar zu nennen. Die Kunst eines köstlichen Essens wird immer vom Koch geschaffen und kann sehr schön ohne Luxuslebensmittel dargeboten werden.

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Zero waste Menü

Wir begannen mit einer wärmenden Suppe namens „Zalewajka“, die aus gehackter Ente, der produzierten Molke von Ricotta für unsere Hauptspeise, anstelle von fermentiertem Roggen und aus dick geschälten Kartoffelschalen hergestellt wurde. Diese Suppe war so lecker, dass ich glatt vergessen habe ein Foto für euch zu machen, aber das kann ja nur ein Zeichen für guten Geschmack sein. Der zweite Gang war ein Tatar aus Matjes mit Gurken und einem sehr schnell hergestellten Brot. Diese Geschmäcker waren mir sehrt vertraut, da wir Matjes auch im Norden Deutschlands essen. Sehr gut gefallen hat mir die Mayonnaise, die aus dem Matjesöl hergestellt wurde. Diese Kleinigkeiten machen immer den Unterschied aus und sind etwas, das ich mit nach Hause nehme.

Die Hauptspeise, die Malgorzata im Sinn hatte, gefiel mir ebenfalls sehr gut. Es gab konfierten Schweinebauch mit Rüben, Kartoffelknödeln und hausgemachtem Ricotta. Das Fleisch wurde in Öl bei niedriger Temperatur gegart, bis es schön zart war, um dann karamellisiert zu werden. Zusammen mit den anderen Zutaten ein sehr leckeres und sättigendes Gericht. Natürlich stand auch eine süße Leckerei auf dem Programm, nämlich ein Bananenkuchen mit einem Apfel-Chutney.

Also, was denkt ihr? Wir haben nicht nur das Essen, sondern auch die Zubereitung genossen. Der ganze Prozess des Zusammenseins in der Küche, mit guter Gesellschaft und jemandem, der sich darum kümmert, dass am Ende etwas serviert werden kann, war für mich einfach ein toller Einstieg in diese Reise. Also vielen Dank Malgorzata und Baccaro Studio.

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Aufbruch nach Norden

Mit vollem Magen und einem guten Gefühl machten wir einen Stadtrundgang und etwas Platz für mehr Essen. Mit dem Bus fuhren wir aufs Land zum Gozdawa Palast, dem Ort, an dem man nicht nur Gänse essen kann. Die Leute kommen aus ganz Polen und sogar von weiter her, um in den Genuss zu kommen, was hier auf den Tisch gebracht wird. Ursprünglich war dieser Ort nur für Veranstaltungen gedacht, aber glücklicherweise hat das Restaurant vor 4 Jahren seine Türen für die Öffentlichkeit geöffnet und es ist nun möglich, einen Tisch zu bekommen, ohne sich einer großen Gruppe zum Feiern anzuschließen.

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Ein polnischer Gruß

Der Gozdawa Palast sieht so aus, wie man ihn sich vorstellt, wenn man seinen Namen zum ersten Mal hört. Er hat ein opulent wirkendes Aussehen mit all dem Glas, dem Marmor und den goldenen Tapeten, die ihn zu einem beliebten Ziel für Hochzeiten und Jubiläen machen. Wir wurden herzlich mit einem Glas Wodka begrüßt und bekamen eine kurze Einführung über diesen Ort und das, was uns erwartete, während wir auf das reichlich bestückte Buffet schauten.

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Der Gänseflüsterer

Nun war es an der Zeit, dass Küchenchef Piotr Lenart das Ruder übernahm. Piotr, mit seiner langen Erfahrung in der traditionellen polnischen Küche bestach durch seine sehr geradlinige Art und Persönlichkeit. Er beschrieb seine Küche sehr bescheiden als „Landhausküche“, aber ich bezweifle, dass man so etwas an vielen Orten finden kann. Er wollte uns verschiedene Arten der Gänse Zubereitung zeigen und damit meine ich mehr als nur einen Braten daraus zu machen.

Piotr zauberte also zur Einstimmung ein Buffet gefüllt mit Pastete, Salami, Terrine, Rillettes, Essiggurken und Käse für uns, um nur einige Zubereitungsarten Der Gans zu zeigen. Er bezieht sein Fleisch nur von nahegelegenen Bauernhöfen, wo er sich auskennt und sagt „eine Gans aus dem Supermarkt schmeckt einfach nicht so, wie sie sollte“ und wenn du einmal an seinem Tisch gesessen hast, wirst du bestätigen können was ich meine. Davon abgesehen würde ich sicher auch nicht zehn verschiedene Fleischprodukte auf meinem Tisch haben wollen, aber er wollte darauf hinweisen, dass jedes Teil verwendet wird, um das Tier zu respektieren.

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Gänseschinken

Es gab ein paar herausragende Produkte an diesem Abend, die ich hier hervorheben wollte. Diese wurden natürlich alle in der Küche handgefertigt. Der Gänseschinken war mit Sicherheit eine echte Delikatesse. Chefkoch Piotr löst zuerst die Brust aus, die anschließend eingesalzen wird, um 10 Tage lang zu reifen. Danach wird das Fleisch zwei Stunden gewässert und einen weiteren Tag getrocknet, aber noch ist der Schinken nicht fertig. Der Schinken wird nun für eine Woche in kalten Rauch gehängt und nachgereift und erst jetzt ist er servierfertig. Das Ergebnis ist köstlich, wenn man nur geduldig genug ist abzuwarten.

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Tatar von der Gans

Ich weiß, dass Tatar für die meisten von euch nichts Neues ist, aber ich wette, ihr habt Tatar noch nicht aus Gänsekeulen probiert. Das Fleisch, einschließlich der fetten Haut, wurde kleingehackt und einfach mit Salz, Pfeffer und Majoran gewürzt. Serviert auf einer Scheibe Brot war es in Simplizität und Geschmack auf dieser Reise unübertroffen. Ich werde meine eigene Variation davon machen und sie hier mit euch teilen.

Nach den kalten Vorspeisen war ich eigentlich schon satt und meine Mitreisenden auch, aber es wurden noch ein paar warme Gerichte gereicht. Leider waren diese schwer zu bewältigen, aber ich musste die traditionelle Suppe aus Gänseblut probieren. Es klang seltsam und wirklich nicht verlockend, doch meine Neugierde war stärker und es stellte sich heraus, dass es sich gelohnt hatte zu probieren. Sie war mit Blut, getrockneten Früchten und Pflaumenessig gekocht und wurde mit winzigen Klößchen darin serviert. Die Suppe erinnerte mich sehr an einige Rezepte aus den südlichen Teilen Deutschlands, wo Innereien ebenfalls süß-sauer gekocht werden. Wenn du also jemals nach Polen kommen solltest und in der Nähe bist, solltest du unbedingt einen Tisch im Gozdawa Palace reservieren und Piotrs Essen erleben!

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Toruń

Nach einer harten Nacht mit wenig Schlaf, wegen des vielen Essens von Piotr, fuhren wir nach Toruń. Eines der wenigen Relikte des mittelalterlichen Geschmacks von Toruń sind die berühmten Toruń Lebkuchen oder auch Pfefferkuchen. Es ist neben Nikolaus Kopernikus eines der bekanntesten Produkte von hier, dessen Geschichte bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Zu dieser Zeit war die Stadt eine sehr wohlhabende Hansestadt, die auch Gewürze aus dem fernen Osten importierte und Gewürze galten damals als sehr wertvoll.

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Eigene Lebkuchen herstellen

Ein Besuch des Lebkuchenmuseums, um unsere eigenen Lebkuchen zu backen, ließ uns ein wenig in der Zeit zurückreisen. Unter den strengen Augen des Lebkuchenmeisters bereiteten wir einen Teig zu, wie er schon vor hunderten von Jahren gemacht wurde, natürlich ohne die Zeit zum Reifen. Mehl, Honig und die Gewürze zusammenknetend, konnten wir im Handumdrehen unsere gewünschten Lebkuchenstücke formen, alles in einer traditionellen Umgebung mit einem sehr unterhaltsamen Meister.

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Lebkuchen – lecker und hübsch

Jeder von uns kennt die großen Lebkuchenherzen, die auf Jahrmärkten verkauft werden, aber abgesehen davon, dass sie nicht einmal gut schmecken, ist die Dekoration dort eher dürftig. Nachdem wir unsere Stücke gebacken hatten, gingen wir die Treppe hinauf, um uns zeigen zu lassen, wie man einen Lebkuchen richtig verziert. Winzige Spritzbeutel, gefüllt mit verschiedenfarbigem Zuckerguss, wurden uns ausgehändigt, damit wir unsere Ideen auf die Lebkuchen malen konnten. Es war lustig, all die verschiedenen Unikate zu sehen und wir konnten einer Dame dabei zusehen, wie sie sogar ein Kunstwerk daraus machte, was sehr beeindruckend war. Das Lebkuchenmuseum, ein sehr unterhaltsamer Ort für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

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Restaurant 4 Pory Roku

Wenn man diesen Text nur liest, kann man sagen, dass es unmöglich eine Zeit gab, in der ein Hungergefühl hätte aufkommen können, aber hey, das war der ganze Zweck dieser Reise und wir hatten nur begrenzte Zeit, um so viel wie möglich zu versuchen. Bei einer geführten Tour durch die Stadt führte unser Weg zum Restaurant 4 Pory Roku, was mit „vier Jahreszeiten“ übersetzt werden kann. Chefkoch Ariel Gomez Carusso, der ursprünglich aus Buenos Aires stammt, serviert frische und regional bezogene Produkte und ist ein eher zeitgenössischer Koch, wenn auch mit starken Einflüssen seiner Großmutter.

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Bier in Gdańsk

Von Toruń ging es weiter Richtung Norden nach Gdańsk, der Hauptstadt der Woiwodschaft Pommern. Die letzte Station an diesem Tag war bei der Brovarnia Gdańsk und das ist wie es klingt, eine Brauerei. Gdańsk hatte einst viele Brauereien, zu einer Zeit als man aus hygienischen Gründen eher Bier als Wasser getrunken hat. Sogar Kinder taten das, aber Bier war damals noch etwas anders war als heute. Leider zerstörte der zweite Weltkrieg viele Teile der Stadt, einschließlich der meisten Brauereien. Glücklicherweise wurden heutzutage wieder viele Kleinstbrauereien zum Leben erweckt und die Stadt bietet wieder eine große Auswahl an Bier an.

Hausbier & Abendessen

Wir hatten eine kleine Verkostung in der Brauerei, bevor wir unsere Füße wieder unter einen Tisch setzten. Die Brovarnia stellt drei verschiedene Biere her, die nur für kurze Zeit haltbar sind. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs waren es ein klassisches Pils, ein Pale Ale und ein Weihnachtsbier, alle unterschiedlich und jedes hat seine Fans. Bei einer so kleinen Produktion ist es wichtig, konstant frisch zu brauen, wurde uns gesagt, wegen der Zeit, die ein Bier braucht, um trinkbar zu sein. Wieder eine nette Bemühung, nur so viel zu produzieren, wie benötigt wird. Wenn man ein Bier in die Hände bekommen möchte, muss man allerdings zur Brauerei reisen, da es nur in der Brovarnia verkauft wird.

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Gdańsk

Die Stadt Gdańsk erinnerte mich ein wenig an Amsterdam mit all den schmalen Häusern und dem Wasser. Leider alles wieder aufgebaut aufgrund der Kriegszerstörungen, aber mit dem Bestreben, den Menschen zu zeigen, wie es einmal war. An einigen Stellen war ich mir allerdings nicht ganz sicher, ob der ganze Wiederaufbau nicht ein wenig zu weit getrieben wurde, um Touristen anzulocken. Man hat uns erzählt, dass die Preise so stark gestiegen sind, dass Einheimische sich manchmal kaum noch leisten können eine Nacht dort zu verbringen. Nichtsdestotrotz sehr schön, um hier einen Spaziergang zu machen.

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Historisches Essen

Nachdem wir etwas Platz geschaffen hatten, um noch mehr Essen zu erleben, gingen wir zum Pod Łososiem Haus, das mit „unter dem Lachs“ zu übersetzen wäre. Im Inneren befand sich das Restaurant Winne Grono, das aufgrund seines Erbes eine schöne Einrichtung im Museumsstil hat. Die Restaurantgeschichte des Hauses reicht bis ins Jahr 1598 zurück und ist damit wohl deutlich länger existent, als es die meisten Restaurants heutzutage sein werden. Es bietet nicht nur originelle Fischgerichte, wie der Name schon andeutet, sondern auch einen berühmten Likör namens Goldwasser. Letzteres ist eine traditionelle klare und süße Kräuterflüssigkeit mit Blattgold darin. Nichts für ungut, aber das war nicht so ganz nach meinem Geschmack... ich kann allerdings verstehen, warum es das für viele Menschen ist.

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Hering

Wir wurden von dem freundlichen Besitzer Arkadiusz Onasch begrüßt, der das Lokal eigentlich nur für uns geöffnet hat, da es wegen Renovierung geschlossen war. Wir waren also die ersten glücklichen Gäste, die hier nach der Renovierung bewirtet wurden. Uns wurde ein schöner, leicht eichiger Chardonnay serviert, während wir Artur Michna, einem Gastrokritiker, zuhörten, der uns mehr über die Gastro Szene erzählte. Ein Mix aus Hering-Kompositionen bildete derweil die Vorspeise. Hering ist einer der häufigsten lokalen Fische und der Koch präsentierte verschiedene Zubereitungsarten, vom Familienrezept des Eigentümers bis hin zu einem moderneren, asiatisch beeinflussten Rezept und alle sehr schmackhaft. Gefolgt von einer rustikalen Fischsuppe mit Käse und der Hauptspeise, die ein knuspriger Zander mit Duxelles, Gnocchi ähnlichen Knödeln und Dillsauce war, hatte die Küche des Küchenchefs uns alle wirklich zufrieden gestellt. Wir verabschiedeten uns mit einem Glas Goldwasser...Na zdrowie!

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Zurück auf dem Land

Mit vollem Bauch stiegen wir wieder in den Bus, um die Schleife in Richtung Westen fortzusetzen und zur Ziegenfarm Kozia Farma zu gelangen. Inzwischen war es 15.30 Uhr und es sollte nicht der letzte Halt des Tages sein. Begrüßt von den netten Besitzern, setzten wir uns an einen kleinen Küchentisch, der bereits mit hausgemachten Käsesorten, Marmeladen und Trockenfrüchten vorbereitet war. Es war das erste Mal auf der Reise, dass sich so gemütlich anfühlte als würde man Freunde besuchen.

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Vom Manager zu Ziegen

Beide, Katarzynę und Grzegorza, sind aus ihren „normalen“ Jobs ausgestiegen, um diesen Bauernhof zu realisieren. Heute produzieren sie verschiedene Arten von Ziegenkäse, Joghurt und Milch, aber auch Gemüse und Obst. Wenn du also Lust hast, eine Pause vom stressigen Alltag zu machen, buche dir ein Zimmer und verbringe ein wenig Zeit auf dem Bauernhof. Während du die Stille dort draußen genießt, lernst du, wie man sich um die Ziegen kümmert oder wie der köstliche Käse hergestellt wird.

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100 % Bio

Katarzynę und Grzegorza haben den Ehrgeiz, ihren Hof fair und respektvoll für Tiere, Klima und Natur zu führen und machen deshalb alles biologisch. Dieser Status wird jedes Jahr geprüft, um ihn zu erhalten. So produzieren sie vielleicht nicht tonnenweise Käse und Milch, aber sie tragen mit Sicherheit zu einer besseren Agrarkultur bei. Katarzynę hat jeder Ziege einen Namen gegeben und ist sogar in der Lage, sie an ihrem Aussehen zu erkennen. Ziemlich gut, da einige Ziegen auf dem Hof leben.

Nach der Verkostung und einem leckeren selbstgemachten Obstlikör durften wir die Ziegen in ihren Ställen besuchen. Ich muss zugeben, dass sie alle wie glückliche Ziegen im Heu aussahen. Alles war sauber und die Ziegen waren so entspannt, dass sie sogar nach Streicheleinheiten fragten. Das ist sicher kein einfaches Leben für die beiden und ihre Kinder, aber definitiv ein befriedigendes. Vielleicht kann ich eines Tages nochmals hier her um ein paar entspannte Tage zu verbringen.

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Aktywna Agroturystyka

Der letzte Stopp des Tages wurde bei Aktywna Agroturystyka eingelegt, einem Bauernhof mit dem Konzept Aktivitäten in Verbindung mit der regionalen Küche zu erleben. Das Ziel hier war es, etwas über die Konservierung von Lebensmitteln zu lernen. Wie ihr alle wisst, hat jede Jahreszeit etwas zu bieten, aber damit man auch außerhalb der Saison, wenn es weniger zu ernten gibt, Zutaten zur Verfügung hat, muss man diese konservieren. Eine in Polen sehr verbreitete Art, dies zu tun, ist das Fermentieren von z.B. Kohl oder Gurken und das Räuchern von Fleisch oder Fisch.

Eine Sache, die wir hier und auch vorher überall erleben konnten war, dass jeder gerne Gäste beherbergt und hier auf dem Hof sollte es nicht anders sein. Bei unserer Ankunft war der Tisch mit verschiedenen Fermenten, von Gurken bis Paprika, hausgemachtem Kuchen und geräucherter Forelle gedeckt. Wenn du mich fragst, ist das alles, was es braucht, man kommt an einen Ort und weiß direkt, worum es geht. Und ich fand es toll, dass wir bei jedem Halt etwas anderes erleben durften.

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Fermentierte Gurken und Sauerkraut

Es war an der Zeit, ein paar Fermente in die Hand zu nehmen, also haben wir gelernt, wie man Sauerkraut und Gurken fermentiert. Das Kraut wurde zuerst gerieben und danach wurde Salz hinzugefügt. Anschließend wurde alles eine ganze Weile geknetet und danach fest in große Tontöpfe gepresst, um den Sauerstoff so gut wie möglich fernzuhalten. Die äußeren Blätter des Kohls wurden zum Abdecken verwendet und die Töpfe wurden dann für drei bis fünf Tage bei Zimmertemperatur aufbewahrt, um den Kohl zu fermentieren. Einmal am Tag wird ein Holzstab eingedrückt, damit die Gärgase aus den Töpfen entweichen können. Wenn der Kohl bis zum gewünschten Punkt vergoren ist, wird er an einem kalten Ort aufbewahrt, um eine fortlaufende Gärung zu verhindern.

Klingt nicht zu kompliziert, braucht aber einige Zeit und Erfahrung, bis man weiß, wann die Gärung abgeschlossen ist und was dem eigenen Geschmack entspricht. Eine weitere schmackhafte Art des haltbar machens, sind die Salzgurken. Um diese zuzubereiten, wird Wasser und Salz zum Kochen gebracht und wieder abkühlen gelassen. Die Gurken werden dann zusammen mit einigen Kräutern und Gewürzen in saubere Gläser gefüllt und mit dem Salzwasser aufgefüllt. Auch dieses bleibt einige Tage bei Zimmertemperatur stehen, bis die Gärung auf das gewünschte Niveau gebracht ist und wird ab dann wie jedes andere Ferment an einem kalten Ort aufbewahrt.

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Geräucherte Forelle

Geschmacklich ist das vielleicht nicht jedermanns Sache, da Fermente einen bestimmten Geschmack haben, aber ich mag es wirklich sehr und habe schon meinen eigenen Versuch gemacht, etwas Kimchi zu Hause zu fermentieren. Für den ersten Versuch ist es sogar sehr gut geworden, aber es gibt noch Raum für weitere Verbesserungen und ich werde auch andere Dinge ausprobieren. Langsam kamen wir auch in Dinnerlaune und bereiteten einige Forellen vor, die wir für unser Festmahl frisch räucherten. Dazu lernten wir einige Fischbindetechniken, um den Fisch in den Rauch hängen zu können. Danach ging es hinaus in die Dunkelheit, um den Fisch auf Metallstangen zu fiedeln und in den Räucherschrank zu hängen. Große Buchenholzbrocken befeuerten nun den Smoker für gut 45 Minuten, um den Fisch zu garen. Die andere Methode wäre das Kalträuchern gewesen, aber wie der Name schon sagt, werden hier 40 °C nicht überschritten, was uns dann noch viel länger auf das Essen hätte warten lassen.

Das Abendessen mit verschiedenen Fermenten wie Gurken und Kohl, Röstkartoffeln und der zarten Räucherforelle war sehr gut und wieder anders als die vorherigen Mahlzeiten. Eine lustige Sache sollte hier aber noch erwähnt werden. Auf dem Tisch standen einige Gläser mit eingemachten Kirschen, die einen ganz anderen Zweck erfüllen, als ich es kenne. Wir konservieren die Früchte immer, um sie im Winter genießen zu können, aber hier ist das Gegenteil der Fall. Jeder ist nur hinter dem Saft in den Gläsern her und nicht hinter den Früchten, die hier mehr oder weniger nur Nebendarsteller sind. Anderes Land, andere Sichtweise...auf jeden Fall ein Spaß für uns alle.

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Die Bienen

Am nächsten Tag machten wir uns wieder auf den Weg weiter Richtung Warschau. Den ersten Halt an diesem Tag machten wir bei Stowarzyszenie Nasze Pszczoły oder dem Verein der Imkerfreunde in Jabłonna. Sicher, zu dieser Jahreszeit sind keine Bienen zu sehen, aber ein wirklich wichtiger Halt auf unserer Reise, um uns an die Bedeutung dieser kleinen Tiere zu erinnern. Bienen sind nicht nur gleichzusetzen mit dem Honig auf unserem Frühstückstisch, Bienen sind der wichtigste Faktor, um den Anbau von Nahrungsmitteln zu ermöglichen, die wir für unsere Ernährung benötigen.

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Hilf den Bienen

Bienen reagieren sehr empfindlich auf Veränderungen in ihrem Ökosystem, eine ganze Population kann leicht verschwinden, wenn in der Nähe Pestizide eingesetzt werden und man möchte nicht wissen, was passiert, wenn die Biene komplett von diesem Planeten verschwinden würde. Das ist der Grund, warum viele Imker mit ihren Bienen an saubere Orte reisen. Nun, ich weiß, dass nicht jeder von euch hat seine eigenen Bienen zu haben, aber jeder kann zumindest kleine Dinge tun, um ihnen zu helfen. Einfach indem du einige der folgenden Dinge tust:

  • Pflanze einige bienenfreundliche Blumen in deinen Garten oder auch auf deinem Balkon
  • Verwende keine Pestizide oder Chemikalien für deine Pflanzen
  • Durch lokalen Honig und Gemüse die Imker und Bauern unterstützen, die Lebensmittel ohne Chemikalien anbauen

Wir alle können täglich die richtige Entscheidung treffen, was wir essen und wo wir unsere Lebensmittel kaufen. Diese winzige Entscheidung kann eine Veränderung in der Landwirtschaft bewirken und dafür sorgen, dass die Bienen auch weiterhin fliegen.

Natürlicher Immunsystem Booster

Bienenprodukte haben so viel zu bieten, außer dem süßen Geschmack von Honig auf dem Brötchen. Du möchtest das ganze Jahr über gesund bleiben, ohne Pillen oder Pülverchen zu schlucken? So geht's: Bringe 250 ml Wasser zum Kochen und lass es in einem sauberen Gefäß abkühlen. 1 Esslöffel Bienenpollen und 1 Esslöffel Honig dazugeben und über Nacht ziehen lassen, fertig. Jeden Tag 2 Esslöffel des Bienen Boosters einnehmen und gut. Die Pollen enthalten Vitamine, Enzyme, Mineralien und Proteine und machen sie zu einer perfekten Nahrungsergänzung.

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Wodka - Polnisches Nationalerbe

Wieder in Warschau angekommen, führte unser Weg in das polnische Wodka Museum, um mehr über die klare Flüssigkeit zu erfahren. Erste Frage, wer hat den Wodka erfunden, die Russen oder die Polen? Nun, man streitet sich darüber, aber laut dieser Aussage waren es die Polen, die den Wodka um 1400 erfunden haben. Damals allerdings nur halb so stark wie heute und aus Roggen hergestellt, der zu jener Zeit viel angebaut wurde. Der Name beruht auf dem polnischen Wort „woda“, das für Wasser steht. Ein guter Wodka soll klar und stark sein und keine künstlichen Aromen haben. Deshalb wollen Polen und Russland ein Reinheitsgebot wie beim Bierbrauen. Demnach darf man nur Getreide oder Kartoffeln und Wasser zum Destillieren verwenden.

Der erste Schritt bei der Wodka-Herstellung ist dem des Bierbrauens sehr ähnlich. Man beginnt mit der Herstellung der sogenannten Maische, dem Vermischen des jeweiligen Rohstoffs, also geschrotetes und gemälztes Getreide oder geschrotete Kartoffeln, mit Wasser, wobei im Falle von Kartoffeln zusätzlich Enzyme, z. B. aus Malz, zugesetzt werden müssen. Beim anschließenden Erhitzen werden die im Malz enthaltenen Enzyme (insbesondere Amylase) aktiv und spalten die Stärkemoleküle auf. Der nun süßen Maische (der Würze) wird Hefe zugesetzt, um die Gärung zu starten. Während der Gärung wird der Zucker in der Maische in Alkohol umgewandelt, bis zu einem Gehalt von 6 bis 7 Volumenprozent Alkohol. Dann erfolgt die eigentliche Destillation, wobei der sogenannte Rohalkohol gewonnen wird. Dieser wird dann durch Zugabe von gefiltertem Wasser auf das trinkbare Niveau gebracht, das in der Regel bei 40 Volumenprozent liegt.

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Wie man Wodka richtig trinkt

Wodka wird in Polen in guter Gesellschaft genossen und sollte nicht alleine getrunken werden, denn dann gilt man als Alkoholiker. Normalerweise trinkt man ihn zum Essen, und das könnte ein Grund für die stundenlangen Mahlzeiten sein, bei denen das Essen bis weit nach Mitternacht an den Tisch gebracht wird. Um richtig zu trinken, hält man den Atem an und stürzt das kleine Glas auf einmal hinunter und atmet danach tief aus. Auch wenn Wodka als neutrale Spirituose gilt, hat er je nach Grundstoff und Alkoholanteil unterschiedliche Geschmäcker. So gibt es Unterschiede im aromatischen Charakter, in der Süße oder in der Textur (weicher oder etwas rau im Hals).

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ZONI Restaurant

Gut gelaunt nach unserer Wodka Verkostung, der übrigens nicht wie bei einer Weinverkostung zum Ausspucken gedacht ist, ging es nur um die Ecke zum Zoni Restaurant. Dieses Restaurant, das sich in Teilen der ehemaligen Wodka Fabrik befindet, ist eine gute Adresse in Warschau, wenn es um zeitgemäßes Fine Dining geht. Das Interieur setzt auf die Geschichte des Gebäudes, kombiniert Kupfer, Holz und Metall und die Gäste können die offene Küche als Bühne für die ambitionierten Köche genießen.

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Ein letztes polnisches Abendmahl

Es wurde eine Auswahl an polnischen Weiß- und Rotweinen zusammen mit Brot und Butter angeboten. Ich muss zugeben, dass ich von Polen überhaupt keine Weine erwartet habe und sie waren auch noch nicht allzu einprägsam, aber ein Anfang ist gemacht und gute Reben brauchen Jahrzehnte, um hervorragende Trauben zu tragen. Nichtsdestotrotz waren beide Varianten einfach und für meinen Geschmack überhaupt nicht komplex. Glücklicherweise war Magda, unsere Reiseleiterin, bereit, das Menü mit mir zu teilen, so dass wir jedes Gericht von der Karte probieren konnten, welche für jeden Gang zwei Wahlmöglichkeiten bot.

Dieses Abendessen war bei weitem das komplexeste in Bezug auf Komposition und Technik, was nicht bedeutet, dass es besser war als die anderen, die wir probieren durften. Dennoch war es eine tolle Art, die Reise zu beenden und zu sehen, was die Köche hier so treiben. Ich mochte den gebratenen Blumenkohl mit brauner Butter als Vorspeise und die zarten Rippchen, die wir als Hauptgericht zur Auswahl hatten, sehr. Das Zoni Restaurant wäre nicht lange im Voraus ausgebucht, wenn es nicht den Standard bieten würde, den wir an diesem letzten Abend schmecken konnten. Es war einfach eine sehr schöne Location mit tollem Personal und sehr gutem Essen.

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Polen schmeckt wirklich gut

Zunächst einmal: Polen schmeckt wirklich gut und ich fühle mich sehr glücklich, an diesen Tagen teilgenommen zu haben. Von der Ankunft bis zur Abreise habe ich mich immer willkommen gefühlt, egal ob auf einem Bauernhof oder in einem schicken Restaurant. Die Polen sind von Natur aus großartige Gastgeber und wissen, wie sie einem das Gefühl geben, willkommen zu sein. Sie mögen Gesellschaft und das feiern sie auch gerne. Der Grund für mich, hierher zu kommen, war, dass ich eine Küche kennenlernen wollte, die unter dem Radar der meisten Menschen liegt, einschließlich mir selbst, aber auch einigen Polen.

Wie bereits erwähnt, wollte zu der Zeit, als Einflüsse aus westlichen oder asiatischen Ländern möglich waren, ein großer Teil der Nation alles andere als ihre eigene Küche kennenlernen. Heute sind weltweite Einflüsse immer noch in vielen Restaurants zu finden, aber die junge Generation versucht, ihren eigenen Weg zu finden, indem sie vor allem die Traditionen bewahrt und das polnische Erbe mit neuen Einflüssen kombiniert...und das funktioniert einfach sehr gut. Ich bin froh, all diese Menschen mit ihren unterschiedlichen Geschichten und ihren ganz eigenen Produkten getroffen zu haben. Die polnische Küche lässt sich nicht in einem Satz verpacken, es ist ein Gefühl, das man entdeckt, während man an ihrem Tisch sitzt, Geschichten hört, gemeinsam kocht und isst.

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